JESUS-Reihe Sein Leben und Wirken



Jesus – Seine Zeugen sein


Joh 15,27 Und auch ihr seid meine Zeugen, denn ihr seid von Anfang an bei mir gewesen.

Die Jünger sind seine Zeugen

weil sie sein Wirken gesehen hatten und vor allem von ihm in allem unterwiesen worden sind

Joh 15,27 Und auch ihr seid meine Zeugen, denn ihr seid von Anfang an bei mir gewesen

Die Jünger Jesu und viele andere zur Zeit seines Wirkens sahen all die Wunder, hörten all die Lehren und Predigten, erlebten all die Befreiungen und Heilungen von Menschen mit. Diese waren also ZEIT-ZEUGEN.

Die Kunde von Seinem Wirken verbreitete sich damals im ganzen Land Israel. Zumal auch viele Menschen ihm hinterher zogen zu den Orten, wo er predigte, heilte, befreite. Nichts geschah im Geheimen. 

Und dennoch gibt es mehrere Bibelstellen, an denen Jesus die Weisung gibt, niemanden von der Heilung und Befreiung zu erzählen. Was uns zu denken gibt und ziemlich merkwürdig erscheint. Und wir uns das kurz anschauen, bevor es daran geht, ob auch wir „Seine Zeugen sein“ können.

Heilung eines Aussätzigen

Mt 8,4 Und Jesus sprach zu ihm: Sieh zu, sage es niemandem, sondern geh hin und zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Mose befohlen hat, ihnen zum Zeugnis.

Jesus weist ihn an, sich NUR dem Priester zu zeigen, daß er geheilt worden ist. Und es niemandem zu sagen. Komisch. Der geheilte Aussätzige soll darüber schweigen.

Damals waren die Priester ja die Ärzte im Volk Gottes. Soviel ist uns schon klar, daß von Jesus geheilte Menschen sich bei diesen zeigen sollten, zur Bestätigung. Zumal das ja auch im Dritten Buch Mose steht, wie die Aussätzigen sich verhalten sollen.

Aussätzige wohnten außerhalb der Stadt. Sie lebten in Quarantäne, solange sie daran erkrankt waren. Und mußten sich regelmäßig der Inspektion durch die Priester unterziehen. Erst nach vollständiger Heilung und Bestätigung durch den Priester durften sie nach Hause zurückkehren.

Dennoch bleibt es unklar, warum dem geheilten Aussätzigen es verboten wurde, anderen Menschen von seiner Heilung zu berichten. Schließlich könnten doch diejenigen, die ihn kannten, ja auch davon profitieren würden, wenn sie davon erfahren würden, indem sie anfangen, Jesus zu folgen.

Jesus hatte da wohl gewisse Gründe. Diese Weisung gilt auch für die Jünger in zwei Bibelstellen, wie ihr hier lesen könnt. 

Zeugnis der Jünger über / von Jesus als dem Gesalbten

Mk 8,29 Und er fragte sie: Ihr aber, wer, sagt ihr, dass ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist der Christus!
30 Und er gebot ihnen, dass sie niemandem von ihm sagen sollten.

Zeugnis über die Verklärung Jesu

Mk 9,9 Als sie aber vom Berge hinabgingen, gebot ihnen Jesus, dass sie niemandem sagen sollten, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn auferstünde von den Toten.


Jesus hatte da wohl gewisse Gründe, daß auch seine Jünger anderen nichts erzählen sollen von dem, was sie gesehen und gehört haben.  Zumindest nicht, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Und zwar bis zu seiner Auferstehung, und nach seiner Rückkehr zum Vater im Himmel ohnehin.

Doch wie ist das mit uns, die wir heute leben und über Jesus nur noch das haben, was in der Bibel steht?  Können auch wir  trotzdem seine Zeugen sein? Erst einmal müssen wir klären, was „Zeugnis geben“ 

Was ist Zeugnis geben?

Wir erzählen, berichten anderen, was wir gehört, und vor allem live gesehen haben. Da sind wir die Zeit-Zeugen, also jene, die live dabei waren, in diesem Fall während des Wirkens von Jesus

Unser Problem ist: Wir, die wir heute leben, sind in diesem Fall überhaupt keine Zeit-Zeugen, wir sind nicht live dabei gewesen. 

Dazu kommt, daß Jesus dies damals zu seinen Jüngern gesagt hat. Und uns dies von den Evangelisten schriftlich hinterlassen worden ist. Dessen wir uns bewußt sein müssen.

Wir können daher nur von Jesus etwas erzählen, was wir von anderen heutzutage, wenn überhaupt, erzählt bekommen. Vor allem persönlich an uns selbst erlebt.

Aber ist dies in unserer heutigen Zeit noch wirklich interessant? Vor allem, was Heilungen betrifft? Inzwischen ist das medizinische Wissen so weit fortgeschritten, daß die meisten Krankheiten geheilt werden können. 

Und dann darüber Zeugnis geben, daß wir geheilt worden sind? Bei den vielen Krankheiten in heutiger Zeit haben wir es vor allem mit einem Heilungsprozess zu tun. Selbst wenn wir mit Jesus, mit dem Vater im Himmel und mit dem Heiligen Geist täglich unterwegs sind. Im Gegensatz zu den Heilungsgeschichten zur Zeit Jesu. Diese Menschen wurden sofort geheilt, nach ihrem jahrelangen Leiden. 

Einen Wermutstropfen gibt es dennoch. Trotz Glauben an Jesus und regelmäßigem Gebet bleiben Menschen doch krank, werden nicht allzu viele kerngesund. Warum das so ist, steht in den Sternen.  

Kerngesund werden wir wohl alle erst sein, wenn Jesus wieder zurückgekehrt ist auf die Erde. 

Und wie ist das mit Dämonen austreiben in heutiger Zeit? Wie kann man grundsätzlich Dämonen erkennen in anderen Menschen? 

Das ist gar nicht so leicht. Bei Jesus war es in der Regel so, daß diese unreinen Geister ihn erkannten, und sich dann oftmals lautstark äußerten. Und erst auf dessen Befehl die Leiber der betroffenen Menschen verlassen haben.

Andererseits war es allein Jesus, der die Dämonen erkannte und sie austreiben konnte. Und ebenso wußten die Menschen zur Zeit Jesu um die Existenz von Dämonen. Dieses Wissen und Bewußtsein ist im Laufe der Zeit verloren gegangen.

Dazu kommt noch die Art und Weise,  wie so manche Menschen die Dämonen bei anderen Personen austreiben. Meistens geht es den betroffenen Menschen dann noch schlimmer, und tragen dann eher seelische Schäden davon.

Was ist also die Lösung? Wir brauchen den Heiligen Geist, auch wenn es ja ziemlich schwierig ist, selbst von Jesus zu zeugen, zumal wir in unserer Zeit keine solchen und schon gar keine echten Spontanheilungen erleben.

Joh 15,26 Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir.

Der Heilige Geist gibt uns Zeugnis von Jesus

Der Heilige Geist erzählt uns von Jesus

 

Der Heilige Geist klärt uns über Jesus auf

Das ist für uns sehr wichtig, damit wir überhaupt eine Ahnung von Jesus und seinem Leben und Wirken auf der Erde in Israel bekommen. Dazu stecken wir unsere Nase in die Bibel. 

Und nehmen zusätzlich die Hör-Bibel. Denn durch Hören eines vorgelesenen Textes nehmen wir noch besser das Wort Gottes auf.

Wir lernen Jesus kennen in der Bibel. Aber das reicht meines Erachtens nicht aus, um seine Zeugen zu sein so wie seine auserwählten Jünger. Schließlich haben wir ihn gar nicht live erlebt und konnten nicht auch nicht live bei ihm lernen.


Seine Zeugen sein in heutiger Zeit?

Ohne seine sichtbare Anwesenheit?  Seine Zeugen zu sein, das ist in heutiger Zeit auf jeden Fall gar nicht einfach. Wir müssen uns nur anschauen, wie es auf dieser Erde derzeit zugeht. 

Zumal unsere Welt sehr viel turbulenter geworden ist und viele Menschen nur noch Augen für sich haben. Dazu stoßen wir auf taube Ohren, und wollen gar nicht mal zuhören.

Seine Zeugen sein in heutiger Zeit?

Wir lassen das besser erst einmal sein. Und erlauben dem Heiligen Geist, der in uns lebt, von Jesus zu zeugen, damit wir ihn kennen und lieben lernen. Und Schritt für Schritt eine Beziehung zu ihm aufbauen und pflegen.

Denn nur wenn man den anderen kennt, kann man von dieser Person auch zeugen, d.h. erzählen. 


Von  Jesus und von anderen Personen können wir lesen, wie sie Zeugnis über andere Menschen geben

Jesus gibt Zeugnis über den Johannes den Täufer

Siehe Lukas 7,24-35: 

·         Johannes, der Kleinste im Reich Gottes, und dennoch der Größte, was das Dienen betrifft

·         Johannes, mehr als ein Prophet

·         Johannes, aß kein Brot , trank keinen Wein

Johannes der Täufer gibt Zeugnis über Jesus

Siehe Johannes 1,29-34

·         Jesus, das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt

·         Sah den Heiligen Geist auf Jesus herabkommen

 

·         Taufte ihn, obwohl er ihn nicht kannte

Der Vater im Himmel gibt Zeugnis über Jesus

Siehe Lukas 3,22

und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

Die Werke geben Zeugnis von Jesus

Siehe Johannes 10,25

Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir.

Diese Werke, diese tut  Jesus nicht in seinem eigenen Namen, sondern im Namen des Vaters. Und diese sind:

·        Kranke heilen

·        Dämonen austreiben

·        Sünden vergeben

·        Lehre

·        Predigen

·        Vom Himmelreich / Reich Gottes erzählen

Die Menschen wurden gesund, sie wurden befreit, ihnen wurden die Sünden vergeben. Zumindest denen, die wirklich umkehren und angefangen haben, an  Jesus zu glauben.

Diese Werke, die den Menschen widerfahren sind, diese sind wirklich offensichtlich. 

Diese Werke, die den Menschen widerfahren sind, sind das sichtbare Zeugnis für das Wirken des Vaters im Himmel


Abschließende Worte

Statt Zeugen zu sein wie damals die Jünger von Jesus, öffnen wir uns dem Heiligen Geist, damit dieser uns von IHM zeugt, damit wir IHN KENNEN UND LIEBEN lernen

Joh 15,26 Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir.

Der Heilige Geist gibt uns Zeugnis von Jesus

Der Heilige Geist erzählt uns von Jesus

Der Heilige Geist klärt uns über Jesus auf

Eines jedoch ist gewiß: von Jesus zu zeugen, über Jesus zu sprechen, das erfordert sowieso Mut. Und hat ganz gar nicht mit den Gaben des Geistes zu tun.


Copyright:  Silke Maisack