JESUS - Sein Leben und Wirken
Fortsetzung von Seite "Jesus - Seine Lehre - Die Sadduzäer und Pharisäer 4"
Matthäus 22,15 Da gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn in seinen Worten fangen
könnten;
16 und sandten zu ihm ihre Jünger samt
den Anhängern des Herodes. Die sprachen: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und lehrst den Weg Gottes recht und fragst nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der
Menschen.
17 Darum sage uns, was meinst du: Ist's recht, dass man dem Kaiser Steuern zahlt, oder nicht?
18 Als nun Jesus ihre Bosheit merkte, sprach er: Ihr Heuchler, was versucht ihr mich?
19 Zeigt mir die Steuermünze! Und sie reichten ihm einen
Silbergroschen.
20 Und er sprach zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist
das?
21 Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da
sprach er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!
22 Als sie das hörten, wunderten sie sich,
ließen von ihm ab und gingen davon.
Siehe auch Mk 12,13-17 / Lk 20,20-26
Ganz klare Antwort von Jesus, die auch heute noch gilt. Wir leben nun mal in dieser Welt, und haben diverse Regierungen, vor allem verschiedene Regierungsformen. In allen Ländern dieser Erde werden Steuern verlangt, und der Grund ist:
Steuern sind die wichtigste Einnahmequelle des Staates. Damit finanziert er Aufgaben, die im Interesse der Gemeinschaft sind. Dazu gehören beispielsweise das Bildungs- und Gesundheitswesen oder die öffentliche Infrastruktur. Jede Bürgerin und jeder Bürger ist also einerseits verpflichtet, Steuern zu zahlen. [bundesfinanzministerium]
Wir tragen also dazu bei, daß es dadurch allen gut geht, sofern die Regierungen im Sinne ihrer Bürger mit diesen finanziellen Mitteln gut wirtschaften und auch dort wirklich einsetzen, wofür sie wirklich gedacht sind.
Und nicht für andere Zwecke mißbraucht werden, so daß der „Haushalt“ irgendwann in Schieflage gerät. Was zur Folge hat, daß in vielen Bereichen gekürzt werden muß; Steuern erhöht werden, und es der Bevölkerung und dem Land zunehmend schlechter geht. Den Herrschenden dagegen immer besser.
Matthäus 22,34 Als aber die Pharisäer hörten, dass er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten
sie sich.
35 Und einer von ihnen, ein
Schriftgelehrter, versuchte ihn und fragte:
36 Meister,
welches ist das höchste Gebot im Gesetz?
37 Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5.Mose 6,5).
38 Dies ist das höchste und
größte Gebot.
39 Das andere aber ist dem
gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18).
40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
Siehe auch Mk 12,28-31 / Lk 10,25-28
„In diesen zwei Anordnungen (mizwot) hängen die Weisung / Anweisung (torah) und die Propheten.“
Das klingt schon besser. Und erkennen am hebräischen Wort Thora , daß es sich um die 5 Bücher Mose handelt, in denen sich alle Weisungen für das Volk und die Leviten befinden. Mit dem Gesetz verbinden wir eher etwas, was ziemlich streng ist.
Matthäus 7,12 Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die
Propheten.
Matthäus 7,12 Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Denn dies sind die Thora und die Propheten.
Was ist das Gesetz?
Gesetze regeln und ordnen rechtsverbindlich das Zusammenleben einer Gemeinschaft. In Deutschland unterscheidet man Gesetze im formellen Sinn und materielle Gesetze. [bundestag.de]
Lexikon zur Bibel S. 406-411: Im Allgemeinen ist Gesetz eine verbindliche Ordnung, die die Gemeinschaft dem Einzelnen, ein Herr seinem Knecht, ein Übergeordneter seinem Untergebenen setzt. Der Gesetzgeber verleiht seinem Willen Ausdruck im Gesetz, das beide Partner zu einer Lebensordnung verbindet, wobei ihr Verhältnis zueinander unterschiedlicher Art sein kann:
· Herrscher-Untertan (1 Mo 47,26; Esr 7,26; Est 1,19; 2,8; 3,8)
· Eltern-Kinder (Spr 6,20)
· Gott-Mensch (Neh 9,29; Jes 1,10)
Im Besonderen ist das Gesetz eine „Lebensordnung“ buchstäblichen Sinnes, in der Gott sich mit einem erwählten Menschen
· Adam (1 Mo 2,16f; 3,15-19)
· Noah (1 Mo9,1-7)
Stellvertretend für die anderen oder mit dem erwählten Volk Israel stellvertretend für alle Völker in engste Lebensgemeinschaft setzt.
Das höchste Gebot ist die LIEBE.
In dieser Liebe hängen die Weisungen
in dieser Liebe hängen die Propheten
um es in eigenen Worten auszudrücken.
LIEBE. Es geht um die Liebe zwischen Gott, unserem Vater im Himmel und uns. In den 5 Büchern ist alles geregelt für ein soziales Miteinander, und ebenso das Beziehungsverhältnis zwischen Gott und uns.
Schon im AT erhalten wir das Gebot, daß wir Gott mit ganzem Herzen lieben sollen und unsere Nächsten wie sich selbst.
Lukas 5,17 Und es begab sich eines Tages, als er lehrte, dass auch Pharisäer und Schriftgelehrte dasaßen,
die gekommen waren aus allen Orten in Galiläa und Judäa und aus Jerusalem. Und die Kraft des Herrn war mit ihm, dass er heilen konnte.
18 Und siehe, einige Männer brachten einen Menschen auf einem Bett; der war gelähmt. Und
sie versuchten, ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen.
19 Und weil sie wegen der Menge keinen Zugang fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn durch die Ziegel hinunter mit dem Bett mitten unter sie vor
Jesus.
20 Und als er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben.
21 Und die Schriftgelehrten und Pharisäer fingen an zu überlegen und sprachen: Wer ist der, dass er
Gotteslästerungen redet? Wer kann Sünden vergeben als allein Gott?
22 Als aber Jesus ihre Gedanken merkte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denkt ihr in euren Herzen?
23 Was ist leichter, zu sagen: Dir sind deine Sünden
vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher?
24 Damit ihr
aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben – sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh
heim!
25 Und sogleich stand er auf vor ihren Augen und nahm das Bett, auf dem er gelegen hatte, und ging heim
und pries Gott.
26 Und sie entsetzten sich alle
und priesen Gott und wurden von Furcht erfüllt und sprachen: Wir haben heute seltsame Dinge gesehen.
Jesus tat alles in Vollmacht. Auch die Vergebung der Sünden. Doch wie war das bis zum Kommen Jesu?
Bei Gott ist die Vergebung
Während des Auszugs aus Ägypten bzw. beim Bau der Stiftshütte wurden die verschiedenen Opfer eingeführt, auch das Sündopfer. Und den Versöhnungstag eingeführt.
Im Rückblick betrachtet, wissen wir heute: alles deutet auf Jesus, was mit dem Zelt der Offenbarung und den ganzen Opfergaben.
Dan 9,9 Bei dir aber, Herr, unser Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung. Denn wir sind abtrünnig geworden
Der Menschensohn hat Vollmacht
Woher hat er die Vollmacht? Von seinem Vater im Himmel, der auch unser Vater ist. Sein / Unser Vater im Himmel hat ihn ermächtigt, den Menschen ihre Sünden zu vergeben. Und auch sonst in dessen Willen zu handeln.
Die Vollmacht der Jünger (Apostel)
Matthäus 10,1 Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über
die unreinen Geister, dass sie die austrieben und heilten alle Krankheiten und alle Gebrechen.
Dieselbe Macht, die Jesus von seinem Vater hatte, gab er an seine auserwählten Jünger weiter, damit sie im Willen und im Namen des Vaters und des Sohnes handeln konnten.
Das hat den Pharisäern ganz und gar nicht gefallen. Und war für sie ein Grund mehr, Jesus zu töten.
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Macht über die Bösen Geister
Copyright: Silke Maisack
Du hast in dir den Himmel und die Erde
Hildegard von Bingen