JESUS - Sein Leben und Wirken

Die Fragen der Sadduzäer und Pharisäer




Über den Sabbat

Das Ährenraufen der Jünger

Matthäus 12,1 Zu der Zeit ging Jesus durch ein Kornfeld am Sabbat; und seine Jünger waren hungrig und fingen an, Ähren auszuraufen und zu essen.
2 Als das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was am Sabbat nicht erlaubt ist.

3 Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als ihn und die bei ihm waren hungerte?
4 Wie er in das Gotteshaus ging und aß die Schaubrote, die doch weder er noch die bei ihm waren essen durften, sondern allein die Priester?
5 Oder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld?
6 Ich sage euch aber: Hier ist Größeres als der Tempel.
7 Wenn ihr aber wüsstet, was das heißt (Hosea 6,6): »Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer«, dann hättet ihr die Unschuldigen nicht verdammt.
8 Der Menschensohn ist ein Herr über den Sabbat.

Markus 2,23 Und es begab sich, dass er am Sabbat durch ein Kornfeld ging, und seine Jünger fingen an, während sie gingen, Ähren auszuraufen.
24 Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist?

25 Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er in Not war und ihn hungerte, ihn und die bei ihm waren:
26 wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit Abjatars, des Hohenpriesters, und aß die Schaubrote, die niemand essen darf als die Priester, und gab sie auch denen, die bei ihm waren?
27 Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.
28 So ist der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat.

Lukas 6,1 Und es begab sich an einem Sabbat, dass er durch ein Kornfeld ging; und seine Jünger rauften Ähren aus und zerrieben sie mit den Händen und aßen.
2 Einige der Pharisäer aber sprachen: Warum tut ihr, was am Sabbat nicht erlaubt ist?

3 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht das gelesen, was David tat, als ihn hungerte, und die, die bei ihm waren?
4 Wie er in das Haus Gottes ging und die Schaubrote nahm und aß, die doch niemand essen durfte als die Priester allein, und wie er sie auch denen gab, die bei ihm waren?
5 Und er sprach zu ihnen: Der Menschensohn ist ein Herr über den Sabbat.

Die Jünger tun am Sabbat, was in den Augen der Pharisäer nicht erlaubt ist? Interessant. Dabei ging Jesus nur durch ein Kornfeld, mit seinen Jüngern, die gerade ziemlich hungrig waren, die Ähren ausrauften, und  die Körner dann gegessen haben.

Deshalb schauen wir ins AT, was Gott, unser Vater im Himmel den Israeliten geboten hat:

Was am Sabbat nicht getan werden soll / darf

2 Mose 20,10 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt.

Wie wird Arbeit definiert?

Arbeit ist zielgerichtet, sozial, geplant und bewusst. Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert Arbeit als „zielgerichtete, soziale, planmäßige und bewusste, körperliche und geistige Tätigkeit“. [absolventa.de]

Welche Arbeiten nennt die Bibel? Beispiele 

·         Arbeit auf dem Acker                                                                1 Mose 5,29

·         Arbeit als Hausverwalter (Josef)                                            1 Mose 39

·         Arbeit als Bauarbeiter (Israel in der Sklaverei)                  2 Mose 1,14

Diese Arbeiten, wie auch alle sonstigen beruflichen Tätigkeiten, ruhen an diesem siebten Tag, den der Vater im Himmel Schabbat nennt und ihn sogar heiligt, weil er mit der Erschaffung der Welt fertig war. 

Die Jünger dagegen haben an diesem Ruhetag wirklich nicht gearbeitet. Sie hatten einfach nur Hunger und haben nur von den Ähren die Körner genommen, um diese dann zu essen.

Die Pharisäer legten stattdessen das, was die Jünger da taten, offensichtlich als Arbeit aus, und hatten dies als weiteres Verbot hinzugefügt. Dabei steht in der Bibel nichts dergleichen davon. 

Für unseren Vater im Himmel ist es allerdings kein Frevel, was die Jünger da gemacht haben. Und auch über David sah er gnädig hinweg, als dieser am Sabbat in den Tempel ging und mit seinen Männern von den Schaubroten aß.

Diese Verbote und Sonderregeln sind ausschließlich von Menschen gemacht. 

Unter dem Artikel Schabbat Schalom habe ich mich mit dem Schabbat (Sabbat/Ruhetag) auseinandergesetzt, mich damit beschäftigt. 

·         Als erstes mit dem Schabbat, wie es in der Bibel steht.

·         Als zweites auch einige Ideen entwickelt, wie ihr diesen Ruhetag begehen und genießen könnt.

Es steht euch / dir frei, die eine oder andere Idee umzusetzen, oder selbst etwas zu finden, was an diesem Tag euch / dir Freude macht, um ihn zu genießen. Also, was anderes zu tun, und die tägliche Arbeit wirklich ruhen zu lassen.

Sabbat bedeutet Ruhen von seiner Arbeit. Also von der Arbeit, der wir täglich nachgehen. Heute nennen wir das Beruf.

1 Mose 2,1 So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.
2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.

Unser Vater im Himmel war mit allem fertig, was er geschaffen hat, und ruhte sich selbst danach aus.


Heilungen am Sabbat

Matthäus 12,9 Und er ging von dort weiter und kam in ihre Synagoge.
10 Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist's erlaubt, am Sabbat zu heilen?, damit sie ihn verklagen könnten.
11 Aber er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, der sein einziges Schaf, wenn es ihm am Sabbat in eine Grube fällt, nicht ergreift und ihm heraushilft?
12 Wie viel mehr ist nun ein Mensch als ein Schaf! Darum darf man am Sabbat Gutes tun.

13 Da sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und sie wurde ihm wieder gesund wie die andere.
14 Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten Rat über ihn, wie sie ihn umbrächten.

Markus 3,1 Und er ging abermals in die Synagoge. Und es war dort ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand.
2 Und sie lauerten darauf, ob er auch am Sabbat ihn heilen würde, damit sie ihn verklagen könnten.
3 Und er sprach zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: Tritt hervor!
4 Und er sprach zu ihnen: Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, Leben erhalten oder töten? Sie aber schwiegen still.

5 Und er sah sie ringsum an mit Zorn und war betrübt über ihr verstocktes Herz und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und seine Hand wurde gesund.
6 Und die Pharisäer gingen hinaus und hielten alsbald Rat über ihn mit den Anhängern des Herodes, wie sie ihn umbrächten.

Lukas 6,6 Es geschah aber an einem andern Sabbat, dass er in die Synagoge ging und lehrte. Und da war ein Mensch, dessen rechte Hand war verdorrt.
7 Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer lauerten darauf, ob er auch am Sabbat heilen würde, damit sie etwas fänden, ihn zu verklagen.
8 Er aber merkte ihre Gedanken und sprach zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und tritt hervor! Und er stand auf und trat vor.
9 Da sprach Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Ist's erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses, Leben zu erhalten oder zu vernichten?

10 Und er sah sie alle ringsum an und sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus! Und er tat's; da wurde seine Hand wieder zurechtgebracht.
11 Sie aber wurden ganz von Sinnen und beredeten sich miteinander, was sie Jesus tun wollten.

Auch das ist ein Frevel in den Augen der Pharisäer. Dennoch hat Jesus geheilt. Die schlagkräftige Antwort von IHM bleibt nicht aus. 

Der Menschensohn ist ein Herr über den Sabbat

Und ER kommt auch mit einer Gegenfrage: 

Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, Leben erhalten oder töten?

Ist's erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses, Leben zu erhalten oder zu vernichten?

Und erinnert sie daran, daß Vater im Himmel sehr viel mehr Wohlgefallen hat an Liebe etc. und nicht an den Brandopfer, die die Israeliten immer darbrachten.

Hosea 6,6 Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.

1 Sam 15,22 Samuel aber sprach: Meinst du, dass der HERR Gefallen habe am Brandopfer und Schlachtopfer gleichwie am Gehorsam gegen die Stimme des HERRN? Siehe, Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern.

 

Spr 21,3 Recht und Gerechtigkeit tun ist dem HERRN lieber als Opfer.

 


Auch durch den Propheten  Jesaja  läßt unser Vater im Himmel mitteilen, was ihm mißfällt und was ihm gefällt

Jesaja 1,11 Was soll mir die Menge eurer Opfer?, spricht der HERR. Ich bin satt der Brandopfer von Widdern und des Fettes von Mastkälbern und habe kein Gefallen am Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke.
12
Wenn ihr kommt, zu erscheinen vor mir – wer fordert denn von euch, dass ihr meinen Vorhof zertretet?
13 Bringt nicht mehr dar so vergebliche Speisopfer! Das Räucherwerk ist mir ein Gräuel! Neumonde und Sabbate, wenn ihr zusammenkommt, Frevel und Festversammlung mag ich nicht!
14 Meine Seele ist Feind euren Neumonden und Jahresfesten; sie sind mir eine Last, ich bin's müde, sie zu tragen.
15 Und wenn ihr auch eure Hände ausbreitet, verberge ich doch meine Augen vor euch; und wenn ihr auch viel betet, höre ich euch doch nicht; denn eure Hände sind voll Blut.
16 Wascht euch, reinigt euch, tut eure bösen Taten aus meinen Augen, lasst ab vom Bösen!
17 Lernt Gutes tun, trachtet nach Recht, helft den Unterdrückten, schafft den Waisen Recht, führt der Witwen Sache!

Starke Worte.  Vielmehr: KLARE WORTE von unserem Vater im Himmel, die sich durch das ganze AT ziehen bis zum Kommen Jesu. 

Jeremia 7,22 Ich aber habe euren Vätern an dem Tage, als ich sie aus Ägyptenland führte, nichts gesagt noch geboten von Brandopfern und Schlachtopfern;
23 sondern dies habe ich ihnen geboten: Gehorcht meinem Wort, so will ich euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein; wandelt ganz auf dem Wege, den ich euch gebiete, auf dass es euch wohlgehe.

Amos 5,21 Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen.
22 Und wenn ihr mir auch Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich kein Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht ansehen.


Micha 6,6 »Womit soll ich mich dem HERRN nahen, mich beugen vor dem hohen Gott? Soll ich mich ihm mit Brandopfern nahen und mit einjährigen Kälbern?
7 Wird wohl der HERR Gefallen haben an viel tausend Widdern, an unzähligen Strömen von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen für meine Übertretung geben, meines Leibes Frucht für meine Sünde?«

Micha 6,8 Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

5 Mose 10,12 Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, noch von dir, als dass du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst von ganzem Herzen und von ganzer Seele,


Seltsam. Dabei war es unser Vater im Himmel selbst, der die rituellen Opfer einführte, als sein Volk auf dem Weg durch die Wüste ins Gelobte Land war. 

Doch das hatte einen völlig anderen Hintergrund. Lt. Lexikon zur Bibel S. 877: Die symbolische Bedeutung der alttestamentlichen Opfer beschränkt sich nicht auf den alten Bund, sondern drückt im großen Zusammenhang der Heilsgeschichte Gottes den ganzen Erlösungsplan aus. 

Die alttestamentlichen Opfer waren nach dem Wort des Hebräerbriefes „das Abbild, der Schatten“ (Hebr 8,5) des Werkes Christi. Als dieses waren sie für die Dauer des alten Bundes  auferlegt.  „bis auf die Zeit, da die richtige Ordnung kommt“ (Hebr 9,10), d.h. die Zeit Christi.

Vorausdeutend auf das Leben und den Tod Jesu und nur in Verbindung damit sinnvoll, sollten die Opfer Israel auf den verheißenen Messias zuführen und wie das ganze Gesetz „Zuchtmeister auf Christus hin“ sein (Gal 3,24), der des Gesetzes Ende ist (Röm 10,4).

Im Nachhinein wissen wir heute, daß die Opfer auf Jesus hindeuten.  Hätten wir das damals erkannt, daß das zu seinem Heilsplan gehörte mit dem Stiftshütte bzw. dem Tempel? Wohl kaum. Obwohl ja verheißen war, daß ein Nachkomme Evas die Welt erlösen würde. 

Opferkritik der Propheten

So zentral die vorgeschriebenen Opfergaben für den alten Bund auch waren, so wenig bedeuten sie ohne die entsprechende innere Haltung des Opfernden. Die Propheten sagen sehr deutlich, daß Gott kein Gefallen an Opfern hat, die nur vorschriftsmäßig dargebracht werden, ohne  daß eine Sinnesumkehr, ein Sich-Abwenden von Sünde erkennbar ist. 

Das Rechte zu tun ist wichtiger als Opfer zu bringen

Über einen so langen Zeitraum hinweg,  da geht auch der Sinn verloren. Und das Volk opfert nur noch, weil es vorgeschrieben ist.  Ähnliches kennen wir auch aus dem eigenen Glaubenslebens. 

Anfangs voller Freude, voller Energie dienen wir Gott unserem Vater im Himmel, engagieren wir uns in der Gemeinde, der Gemeinschaft. Doch dann ermüden wir. Und alles wird nur noch zur anstrengenden Pflichterfüllung.

Und da sind dann noch die vielen kirchlichen Traditionen und Rituale, die irgendwann von Menschen eingeführt worden sind. Doch werden sie immer wieder durchgeführt, weil sie einfach schon immer gehalten wurden.

Die Kirchenmitglieder hinterfragen auch den Sinn nicht mehr. Sondern sind zu reinen Mitläufern geworden. Sie halten daran fest, weil sie der Überzeugung sind, Gott damit nahe zu sein. 

Doch mag er dies? Wohl kaum. Wenn wir  diese im AT genannten Feste in unsere Zeiten übertragen.  Da gibt es Feste, die von Menschen eingeführt worden sind. Es werden Personen angebetet, die wir nicht anbeten sollen. Die Ehre und Anbetung gebührt allein unserem Vater im Himmel. 

Die Reaktion der Pharisäer auf das Handeln Jesu

·         Sie aber schwiegen still.

·         die Pharisäer gingen hinaus (aus der Synagoge) und hielten alsbald Rat über ihn mit den Anhängern des

           Herodes, wie sie ihn umbrächten.

Die Pharisäer, sie schweigen still. Und warum? Weil ihre Herzen verstockt waren, wie wir in Markus 3,5 lesen.  

Was ist Verstockung?

Bedeutungen: [1] abwertend: nicht bereit nachzugeben/einzulenken. Synonyme: [1] starrköpfig, starrsinnig, störrisch, stur, trotzig, verbohrt. [wiktionary]

Sie waren nicht bereit, einzulenken, einsichtig zu sein und umzukehren.

Gutes tun,  dazu werden wir vielfach in der Bibel aufgefordert. Aber was wir persönlich Gutes tun können , dazu fragen wir am besten den Vater im Himmel, Jesus und den Heiligen Geist.

Der Menschensohn ist ein Herr über den Sabbat

Wow, was für eine Aussage. Und mit die wichtigste Information zum Thema Sabbat.

Außerdem sehr klar. Jesus war bei der Erschaffung der ganzen Schöpfung dabei, und hat genauso mitbestimmt, daß der 7. Tag ein Ruhetag ist. 

Zumal er ja, wie er selbst ausgesagt hatte, daß er Abraham bereits kannte.

Joh 8,58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.

Deshalb kann er frei bestimmen und tun, was an diesem Tag gemacht wird. So auch das Heilen von Menschen an diesem Tag.


Ehe, Ehescheidung, Eheunfähigkeit


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