JESUS - Sein Leben und Wirken
Fortsetzung von Seite "Jesus - Seine Lehre - Die Sadduzäer und Pharisäer"
Wollen wir selbst fasten? Wenn ja, warum wollen wir fasten? Will der Vater im Himmel überhaupt, daß wir fasten? Müssen wir wirklich fasten, damit wir in bestimmten Dingen überhaupt erhört werden?
Viele Fragen tauchen da auf. Auf den ersten Blick nicht leicht zu beantworten. Wir schauen uns nochmals alle Bibeltexte an, die mit dem Fasten zu tun haben.
So wie im AT die Menschen gefastet haben, macht es für uns heute keinen Sinn. Deshalb schauen wir uns nochmals die Bibelstellen im AT an, die das Fasten erwähnen.
Entsühnung / Versöhnung mit Gott, unserem Vater im Himmel
AT | NT - Jesus |
3 Mose 16 | Jesaja 53,3-5 > Schuld, Krankheit auf sich genommen |
3 Mose 16,29 | Matthäus 27,51 > Vorhang zerrissen |
3 Mose 23,27 | Kolosser 2,14f > Schuld getilgt, ... |
Jes 53,3 Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet,
dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.
4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir
aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.
5 Aber er ist um unsrer
Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm,
auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
Mt 27,51 Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten
aus.
Kol 2,14 Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet.
Das Volk Israel hat sich einen Tag freigenommen, aufgrund göttlicher Anordnung um gemeinsam durch das Brandopfer / Feueropfer samt den weiteren Weisungen von ihren Sünden reingewaschen zu werden, und wieder Frieden mit Gott zu schließen.
Dieser jährliche Versöhnungstag wurde gewissermaßen beendet durch Jesus, der am Kreuz für uns gestorben ist, und so einmalig unsere Schulden getilgt hat (Kol 2,14). Das bedeutet, ein jährlicher Versöhnungstag ist für uns als Einzelperson nicht mehr notwendig.
Stattdessen reicht es aus, auch ohne Fasten, unsere persönlichen Sünden zu bekennen, und alles, was sonst noch in unserem Herzen ist an diversen inneren Einstellungen und Festlegungen, welche hinderlich für die Gemeinschaft mit dem Vater im Himmel sind, zu bekennen und sie bei Jesus am Kreuz abzugeben.
Dies machen wir zu jeder Zeit, wenn wir erkennen, daß wir etwas bekennen müssen. Der jährliche Versöhnungstag für uns als Einzelperson fällt also weg.
Fasten und Beten für kranke Menschen
Hier bin ich wirklich unschlüssig. Es gibt auch zudem keine Anordnung von unserem Vater im Himmel in der Bibel. David hat freiwillig gefastet. Zumindest hat er nicht im Beisein „seiner Männer“ etwas gegessen. Und hat für sein todkrankes Kind gebetet. Dem Bibeltext nach ganz alleine.
Hier kann ich nur empfehlen: Setzt euch in Verbindung mit dem Heiligen Geist, mit dem Vater im Himmel und mit Jesus, und fragt diese drei, was ihr tun könnt, ob ihr fasten sollt, solange die Person krank ist.
Doch beten allemal. Letztendlich aber zählt der Wille unseres Vaters im Himmel, ob diese Person wieder gesund wird. Und warum trotz regelmäßigem Gebet die Menschen weiterhin krank bleiben, bleibt ohnehin ein Rätsel.
Jesus legte den Kranken die Hände auf, und diese wurden wieder gesund. Jesus hatte sie berührt. Oder wurde von ihnen berührt wie diese blutflüssige Frau.
Jakobus 5,14 Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn.
Jakobus schreibt, daß wir einen Ältesten hinzu ziehen sollen. Meiner Ansicht nach jedoch sollte jeder, der Jesus im Glauben angenommen hat, und dem es aufs Herz gelegt wird, für den Kranken beten, und ihn ebenso mit Öl (bestenfalls mit dem Salatöl, was man im Hause hat), salben dürfen.
Schließlich haben wir ja den Heiligen Geist, mit dem wir selbst gesalbt sind, nachdem wir Jesus im Glauben angenommen haben und ihm folgen. D.h. wir sollten uns nicht auf die Ältesten beschränken.
Fastenzeit zur Vorbereitung von Reisen
In unseren heutigen Zeiten? Dadurch, daß der Vater im Himmel so wie Jesus und der Heilige Geist in uns wohnen, sind wir ja ständig im Gespräch mit diesen dreien. Eine Fastenzeit ist hierfür meines Erachtens nicht notwendig.
Es sei denn, es handelt sich hierbei um eine spezielle Reise, die ihr wirklich im Auftrag von diesen dreien unternehmen sollt, weil sie mit euch bzw. durch euch etwas Bestimmtes vorhaben. Eine geistliche Vorbereitung kann da wirklich nicht schaden.
Fasten zur Vorbereitung von Treffen mit anderen Personen
um bestimmte Dinge/Angelegenheiten zu klären. Wie bei Königin Esther, die ja nicht so ohne weiteres zum König gehen konnte. Die Fastenzeit diente dazu, sich geistlich darauf vorzubereiten.
Auch wir haben Situationen, in denen wir gewisse Angelegenheiten zu klären haben. Eine geistliche Vorbereitung durch Beten ist da durchaus sinnvoll. Und wichtig, daß wir da unseren Vater im Himmel aufsuchen und nach diesen beiden ausgesuchten Bibelstellen handeln.
Psalm 55,23 Wirf
dein Anliegen auf den HERRN;
der wird dich versorgen
und wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen.
5 Mose 3,22 Fürchtet euch nicht vor ihnen; denn der HERR, euer Gott, streitet für euch.
Zugegeben, so manchen unter uns fällt das schwer, diese Anliegen loszulassen, und diese dem Vater im Himmel zu überlassen. Zumal auch so gewisse Erwartungen unsererseits eine Rolle spielen.
Ergebnisoffen zu sein und das zu bleiben, das ist nicht leicht. Und bedarf immer wieder einer Entscheidung dafür.
Röm 8,28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten
dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
Alle Dinge dienen zum Besten, nur erkennen wir das in der Regel immer hinterher.
Fasten bei göttlichen Offenbarungen
wie bei Daniel, als er da die Zukunft seines Volkes in Visionen gesehen hat. So weit in Ordnung. Für den Daniel damals war das Fasten wohl angebracht.
Mit dem Buch der Offenbarung ist die Bibel abgeschlossen, was unser Vater im Himmel uns auf schriftlichem Wege zu sagen hat. Mitteilungen für das eigene persönliche Leben, das bekommen wir vom Heiligen Geist direkt gesagt. Denn das Hauptziel Gottes ist, daß wir in eine persönliche Beziehung mit dem Vater im Himmel, mit Jesus und mit dem Heiligen Geist hineinwachsen.
Also entfällt das ebenso, wenn es sich um unser eigenes Leben handelt.
Fasten und Gebet bei geistlichen Kämpfen, für den Sieg
wie Mose es getan hat. Nicht gerade leicht, vor allem, wenn wir im Berufsleben stehen, uns um die Familie kümmern müssen und vieles mehr, was uns so im Leben begegnet.
Wie bei den Makkabäern, die vollstes Vertrauen in Gott unseren Vater im Himmel setzen / haben, weil sie wissen, daß der Sieg vom Himmel kommt und es für ihn nicht auf die Anzahl der Feinde / Gegner ankommt. Denn Gott ist größer.
Letztendlich hat alles seine Zeit, auch das Fasten. Und überlassen es unserem Vater im Himmel, ob und wann er es für sinnvoll hält, daß du als Einzelperson eine Fastenzeit einlegst.
Du bist in seinen Augen nicht weniger wert, wenn du nicht fastest.
Denn entscheidend ist auch dein Motiv, warum du fasten willst, und ob du es wirklich ernst meinst. Unser Vater im Himmel sieht in dein Herz und kennt dich ganz genau.
Beachte: Bei Jesus und dem Vater im Himmel gilt die Freiwilligkeit. Wir werden zu nichts gezwungen. Eine Dauer schreibt er auch nicht vor.
Und wenn wir es dann noch immer nicht wissen, ob wir selbst fasten sollen, wenden wir uns an Jesus, an den Vater im Himmel und an den Heiligen Geist, um dieses Thema abzuklären.
Über das Fasten habe ich mich bereits in einem eigenen Artikel auseinandergesetzt:
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Sabbat
Copyright: Silke Maisack
Du hast in dir den Himmel und die Erde
Hildegard von Bingen