JESUS - Sein Leben und Wirken
Fortsetzung von Seite "Jesus - Seine Lehre - Die Heuchler 2"
Matthäus 23,23 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Zehnten gebt von Minze,
Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Doch dies sollte man tun und jenes nicht
lassen.
24 Ihr verblendeten Führer, die ihr
Mücken aussiebt, aber Kamele verschluckt!
3 Mose 27,30 Alle Zehnten im Lande, vom Ertrag des Landes und von den Früchten der Bäume,
gehören dem HERRN und sollen dem HERRN heilig sein.
Den Zehnten geben, das wurde damals von unserem Vater im Himmel für sein erwähltes Volk eingeführt. Dieser wurde vom Ertrag des Landes gegeben. In unserer heutigen Zeit ist das extrem schwierig, da die allermeisten von uns ein Gehalt beziehen, das auf einem Konto landet, welches wir bei einer Bank eröffnet haben.
Und vom Bruttogehalt gehen noch diverse Beträge abgezogen für Versicherungen.
Was bedeutet Bruttolohn und Nettolohn (Brutto/Netto)? Bruttolohn = Ist der Lohn, der in deinem Arbeitsvertrag steht. Von dieser Summe werden Sozialversicherungsbeiträge abgezogen, zum Beispiel Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung. [faire-integration.de]
Diese Beiträge zahlst du anteilig, das heißt auch dein*e Arbeitgeber*in zahlt für dich. Dein*e Arbeitgeber*in zahlt zum Beispiel den Betrag für deine Unfallversicherung. Außerdem werden Steuern von deinem Bruttolohn abgezogen. [faire-integration.de]
Was dann auf dem Konto landet, das ist der Netto-Lohn. Können wir davon den Zehnten geben? Ehrlich gesagt, auch nicht wirklich. Denn wir haben da noch jeden Monat feste Nebenkosten wie Miete, Strom, sonstige Versicherungen, Telefongebühren, Fernseh- und Streamingsgebühren, Kontoführungsgebühren, „Hausgeld“ (bei Besitzern von Eigentumswohnungen), Grundsteuer (bei Besitzern von Eigentumswohnungen und von Häusern, eines Hauses), Mitgliedsbeiträge in einem Verein usw. zu finanzieren, die automatisch abgebucht werden.
Da bleibt nicht mehr allzu viel übrig. Dazu kommen noch die Kosten für Lebensmittel, Hygiene-Artikel, Medikamente und einigem mehr. Da bleibt am Ende des Monats wirklich nicht mehr viel übrig. Und dann davon den Zehnten geben? Ist das der Wille des Vaters im Himmel für mich?
Und dann müssen wir noch berücksichtigen, wofür der im AT eingeführte Zehnte gedacht war. Nämlich für die Leviten und Priester, die ja gar kein Land besaßen, um damit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. In unseren heutigen Zeiten funktioniert das völlig anders: Die Kirchensteuer. Sie wird von denen bezahlt, die Mitglied in der katholischen und evangelischen Kirche sind.
Damit werden diese beiden Kirchen finanziert. Bei den Freikirchen sieht das vollkommen anders aus. Jedenfalls ist dieses Thema sehr schwierig und kompliziert, weil für das NT keine klare Aussage für alle gibt, die Jesus nachfolgen.
Alles weitere, was das Thema Kirchensteuer betrifft, bitte selbst recherchieren.
Doch wenn wir geben, dann mit ganzem Herzen, freiwillig und ohne sich unter Druck setzen lassen. Und überhaupt: Es muß nicht immer das Geld sein, nicht immer Kleider oder andere Gegenstände, die wir nicht mehr benötigen.
Unser Vater im Himmel freut sich mehr über die Zeit, die wir unserem Nächsten widmen, und Hilfe zukommen in Form von praktischer Hilfe, indem wir ihn oder sie beispielsweise zum Arzt begleiten; ihn oder sie mit dem Auto von A nach B bringen, wenn mal die Busse und Bahnen ausfallen.
Micha 6,8 Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.
Lukas 11,39 Der Herr aber sprach zu ihm: Ihr Pharisäer, ihr haltet die Becher und Schüsseln außen rein;
aber euer Inneres ist voll Raubgier und Bosheit.
40 Ihr Narren, hat nicht der, der das Äußere geschaffen hat, auch das Innere geschaffen?
41 Gebt doch, was drinnen ist, als Almosen, siehe, dann ist euch alles
rein.
42 Aber weh euch Pharisäern! Denn ihr
gebt den Zehnten von Minze und Raute und allerlei Gemüse, aber am Recht und an der Liebe Gottes geht ihr vorbei. Doch dies sollte man tun und jenes nicht lassen.
Mit dem Inneren ist unser Herz, unsere Seele gemeint. Die Pharisäer sind in ihrem Herzen also voller Gier und Bosheit. Hier stellen wir uns selbst die Frage: Wieviel Habgier und Bosheit ist in mir selbst?
In meinem Herzen? – siehe auch Markus 7,22. Und andere Stellen, in denen Habgier und Bosheit erwähnt werden.
Matthäus 23,27 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten
Gräber, die von außen hübsch aussehen, aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat!
28 So auch ihr: von außen scheint ihr vor den Menschen fromm, aber innen seid ihr voller Heuchelei und
Unrecht.
Näher hingeschaut, lesen wir „wie die übertünchten Gräber“. Und weiter: „innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat“
Hier geht’s um das Innere, um unser Herz. Und das, was sich darin befindet.
Innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat! Starker Tobak, was wir da zu lesen und was die Pharisäer da zu hören bekommen. Wenn nur noch das Skelett da liegt, dann ist der Mensch tot. Und diese Pharisäer sind ebenso tot, insbesondere innerlich.
Ihr Herz ist tot, ihre Seele ist nicht mehr lebendig. Die Pharisäer sind innerlich tot. Sie sind innerlich tot, weil sie von Gott unserem Vater im Himmel getrennt sind.
Und hier machen wir selbst unsere Gedanken, in wie weit wir von IHM getrennt sind, ob ganz oder nur Teile unseres Lebens, weil wir evtl. IHN noch nicht in alle Bereiche haben einziehen lassen.
Erst durch die Verbindung mit dem Vater im Himmel, mit Jesus und vor allem mit dem Heiligen Geist werden wir wieder lebendig. Denn der Geist ist es, der lebendig macht.
2 Petrus 2,20 Denn wenn sie durch die Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus entflohen sind
dem Unrat der Welt, werden aber wiederum in diesen verstrickt und von ihm überwunden, dann ist's mit ihnen am Ende ärger geworden als vorher.
Voller Unrat. Ihr Herz ist voller Unrat. Was meint Jesus damit, mit dieser Aussage? Das sind wohl am ehesten die Sünden gemeint, die die Menschen tun, welche die Gebote unseres Vaters im Himmel übertreten.
Und die Welt ist ohnehin verdorben, weshalb viele, die zu Jesus gefunden haben, dieser den Rücken kehren. Wobei, wenn wir diese Bibelstelle lesen, so manche stolpern und erneut sündigen. Sogar noch schlimmer als zuvor.
Bis wir INNERLICH vollständig der Welt den Rücken gekehrt haben, und wir keine äußere Fassade mehr benötigen, weil unser INNERES das Äußere überstrahlen wird, das ist ein langer Weg.
Weil es nur in kleinen Schritten vorwärts geht, mit der Veränderung in unserem Herzen inklusiver aller unserer persönlichen Lebensbereiche.
Matthäus 23,29 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Propheten Grabmäler baut
und die Gräber der Gerechten schmückt
30 und
sprecht: Hätten wir zu Zeiten unserer Väter gelebt, so wären wir nicht mit ihnen schuldig geworden am Blut der Propheten!
31
Damit bezeugt ihr von euch selbst, dass ihr Kinder derer seid, die die Propheten getötet haben.
32 Wohlan, macht auch ihr das Maß eurer Väter
voll!
33 Ihr Schlangen, ihr Otternbrut! Wie wollt ihr der
höllischen Verdammnis entrinnen?
Wie heuchlerisch ist das denn? Die Propheten töten, und ihnen dann noch Grabmäler bauen. Warum wohl hat der Vater Im Himmel die Propheten zu seinem Volk gesandt?
Damit es umkehrt, zurück auf den rechten Weg, und sich demütigt vor IHM, und sich seiner Führung wieder anvertraut.
Markus 12,38 Und er lehrte sie und sprach zu ihnen: Seht euch vor vor den Schriftgelehrten, die gern in
langen Gewändern gehen und lassen sich auf dem Markt grüßen
39 und sitzen gern obenan in den Synagogen und am Tisch beim Mahl;
40 sie fressen die Häuser der Witwen und verrichten zum Schein lange Gebete. Die werden ein umso härteres Urteil
empfangen.
Sie zeigen sich gerne vor den Leuten, um andere zu beeindrucken. Mit ihren langen Gewändern wollen sie sich zusätzlich abgrenzen und deutlich machen, daß sie etwas Besonderes sind und ihnen Achtung und Ehre gebühren soll.
„Sie fressen die Häuser der Witwen“, das bedeutet, sie bereichern sich, indem sie einfach den Besitz der Witwen an sich reißen.
Und was das Thema „lange Gebete“ betrifft. Dazu hat Jesus gesagt in Matthäus 6 gesagt, daß wir nicht viele Worte machen sollen; ebenso wenig draußen vor den Leuten, sondern in unserer Wohnung. Denn unser Vater im Himmel sieht ins Verborgene.
Denn unser Vater im Himmel sieht ins Verborgene. Er sieht in unser Herz und wie wir uns nach außen geben.
Wie leben wir selbst unsere Frömmigkeit? Um diesen Begriff zu verenden. Also unseren Glauben an den Vater im Himmel. Diese Frage muß jeder / jede für sich selbst beantworten.
Lukas 12,56 Ihr Heuchler! Über das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr urteilen; warum aber könnt
ihr über diese Zeit nicht urteilen?
Über die Zeit urteilen. Die Pharisäer und Sadduzäer waren dieser Aussage von Jesus nicht in der Lage dazu. Wie sieht das bei uns aus? Können wir über die Zeit urteilen? Und überhaupt: Was meint Jesus eigentlich mit dieser Aussage?
Die Zeit. Was das mit der Zeit ist, dieses müssen wir erst einmal klären. Um dann zu verstehen, was Jesus da zu den Pharisäern und Sadduzäern gesagt hat.
Zeit. Hier gibt es einen Unterschied in der Zeitrechnung zwischen der unsrigen und der unseres Vaters im Himmel.
Die Zeitrechnung des ewigen und allmächtigen Gottes ist ganz anders, und auf sie kommt es an; ER legt Zeiten und Zeitpunkte fest nach Seinem weisen Ratschluß; ER entscheidet, wann die Zeit erfüllt ist, und ER handelt dann. [das-wort-der-wahrheit.de]
So auch den Zeitpunkt, wann Jesus das erste Mal auf die Erde gekommen.
So auch den Zeitpunkt, sein Volk wieder in sein Land zurückzubringen, siehe Staatsgründung Israel.
So auch den Zeitpunkt, wann Jesus zu uns zurückkehrt, um das Königreich der Himmel aufzurichten, die verdorbene Erde zu reinigen und alles wieder herzustellen und die bösen Mächte, die noch die Erde beherrschen, endgültig aus dem Erdkreis zu verbannen.
An anderer Stelle kommt uns das Urteilen der Zeit deutlicher entgegen: „Zeichen der Zeit“
Matthäus 16,3 Und des Morgens sprecht ihr: Es wird heute ein Unwetter kommen, denn der Himmel ist rot und trübe. Über das Aussehen des
Himmels könnt ihr urteilen; könnt ihr dann nicht auch über die Zeichen der Zeit urteilen?
Was sind die Zeichen der Zeit? Vor allem unserer Zeit? Dazu müssen wir wissen, was Jesus seinen Jüngern damals gesagt hat. Vieles hat sich schon erfüllt bzw. erfüllt sich immer mehr.
Matthäus 24,37 Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des
Menschensohns.
38 Denn wie sie waren in den
Tagen vor der Sintflut – sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging;
In unserer heutigen Zeit gibt es viele Veranstaltungen: Konzerte, Theater, Sport, Stadtfeste. Nicht zu vergessen die Diskotheken und Clubs. Und die Jugend trifft sich an öffentlichen Plätzen, und feiert mit Alkohol und lauter Musik.
Niemand schert sich um das, daß es einen Gott gibt, der alles erschaffen hat. Und daß sie sich auf dem Weg ins letzte Gericht befinden.
Matthäus 24,12 Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten.
Oft auch daran zu erkennen, daß in Sozialen Medien oft mit einem Lachsmiley bei Beiträgen kommentiert werden, die eigentlich einen ernsthaften Hintergrund haben. Sie zeigen keine Empathie für das Leid von anderen.
Das sind zwei von den Zeichen, die wir in unseren Zeiten erleben. Dazu kommen noch die Erdbeben, Hurrikans und Überschwemmungen, die an Häufigkeit und Intensität zugenommen haben. Auch haben wir in den letzten Jahren erlebt, daß in der ganzen Welt die Wälder brennen und kaum zu löschen sind.
Lukas 13,15 Da antwortete ihm der Herr und sprach: Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat
seinen Ochsen oder seinen Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke?
16 Sollte dann nicht diese, die doch Abrahams Tochter ist, die der Satan schon achtzehn Jahre gebunden hatte, am Sabbat von
dieser Fessel gelöst werden?
17 Und als er das
sagte, mussten sich schämen alle, die gegen ihn gewesen waren. Und alles Volk freute sich über alle herrlichen Taten, die durch ihn geschahen.
Seine Tiere füttern am Sabbat, für die Pharisäer kein Problem. Doch wenn es um Heilungen und Befreiungen geht, da sieht das für diese Menschengruppe schon etwas anders aus. Jemanden zu heilen oder zu befreien war wohl in deren Augen auch eine Tätigkeit, die sie verboten hatten.
Jesus sagt über sich selbst, daß ER der Herr über den Sabbat sei. Also steht es IHM frei, ob er heilen und befreien möchte.
Nachdem wir nun uns die einzelnen Themen angeschaut haben, befassen wir uns mit unseren eigenen Lebensbereichen und prüfen mit der Hilfe unseres Vaters im Himmel und des Heiligen Geistes, ob wir hier und dort noch heuchlerisches Verhalten an den Tag legen.
Dazu müssen wir offen und bereit sein, uns überführen zu lassen,
vor allem ehrlich sein, daß wir dann eine Kehrtwendung einlegen und Ehrlich und Wahrhaftig werden.
Wie sie das dann im Alltag letztendlich tun, und wann das geschieht, das bleibt ihnen überlassen.
Copyright: Silke Maisack
Du hast in dir den Himmel und die Erde
Hildegard von Bingen